04 Mar

DRM ohne Sinn - DHL übertrifft die Musikindustrie noch

Sunday March 04th 2007, 7:22 pm
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Musik ist analog. Kaum jemand wird einen daran hindern können, die analogen Musikdaten wieder zu digitalisieren, egal was für ein ausgeklügeltes DRM-System auf dem Abspielgerät zum Einsatz kommt. iTunes etwa bietet das Entfernen vom DRM-Kopierschutz sogar ganz offen an, indem man Musik auf Audio-CDs brennen kann. Dennoch weigert sich die Musikindustrie, endlich komplett DRM-freie Musik zu verkaufen, zumindest auf dem Rechner. Denn die Audio-CDs stehen als reinste ungeschützte 44KHz 16 Bit PCM Daten im nächsten Mediamarkt.

Der Musikindustrie mag man zu Gute halten, dass der DRM-Schutz das Kopieren, etwa in Tauschbörsen, zumindest mit einem gewissen (Brenn- bzw. Rip-) Aufwand verbindet und damit in gewissen einschränken kann. Was aber mag sich DHL bei Ihren elektronischen Briefmarken denken?

Für einen Haufen Ebay-Auktionen dachte ich mir heute, es wäre vielleicht hilfreich, direkt elektronisch Briefmarken zu erwerben. DHL bietet das seit geraumer Zeit an, sogar inzwischen als Web-Version als “Stampit Web”. Man zahlt für die Briefmarke und kann ein PDF laden mit Absender- und Zieladresse. Nach dem Ausdruckt klebt man dies aufs Paket. Klingt einfach und zeitsparend. Klingt…

Inzwischen habe ich 4 Etiketten drucken wollen. Eines hat funktioniert, dagegen zweimal 1,45 Euro und einmal 3,90 Euro hat leider mein Drucker verschluckt. Warum? Aus irgendwelchen Gründen kam nur eine schwarze Box aus dem Gerät, nicht das erhoffte Etikett. Ein weiteres Mal ausdrucken wird leider nicht erlaubt. Mit vermutlich allerhand JavaScript-Magie im bereitgestellten PDF wird nämlich zum Drucken eine Verbindung mit dem DHL-Server aufgebaut, wahrscheinlich um den Barcode zu laden. Und genau das ist exakt einmal möglich. Richtig! Ein einziges Mal. Wenn das nicht klappt, sind 3,90 Eur futsch. DRM zum Wohle des Kunden, völlig ohne Grund und Sinn. Denn:

Angenommen, man druckt das PDF erfolgreich aus. Dann hat man das Ding auf einem normalen DIN-A4-Papier. Mit dem nächstgelegenen Bürokopierer sind beliebig viele Kopien ein leichtes, die sich wohl kaum vom Originalausdruck unterscheiden lassen. Warum also belästigt uns DHL mit “geschützten” PDFs, die jeder Kunde, der ein Kopiergerät bedienen kann, ohne jeglichen Aufwand vervielfältigen kann???

Ok, man hat sie dann nur analog, und kann sie nicht seinen Freunden und Bekannten weitergeben, zumindest nicht digital. Aber auch das Problem ist ja mit jedem Wald-und-Wiesen-Scanner einfach zu lösen.

Bitte, liebes DHL. Verrate mir doch bitte, warum meine 6,70 Euro im virtuellen Äther verschwinden mussten? Habe ich irgendeinen Sinn in Eurem “Sicherheitskonzept” übersehen?

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29 Oct

The myth of DRM

Sunday October 29th 2006, 4:40 pm
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How true… iTunes even officially allows to write your bought music to a CD, in good old 44KHz PCM quality. With any CD ripper of your choice you can make MP3s. Does this count as circumventing a copy protection?! This whole DRM business is not more than a farce…

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